Es war einmal in Amerika

"Es war einmal in Amerika" von Kultregisseur Sergio Leone hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Einfach unübertroffenes Kintopp in Perfektion, welches musikalisch kongenial von Ennio Morricone begleitet wird.
In 228 Minuten verschachtelt der Film aus dem Jahr 1984 gekonnt auf drei ineinander verwobenen Zeitelementen den Lebensweg von vier Freunden, die während
der Prohibitonszeit zu einflussreichen Gangstern aufsteigen, Konkurrenten gewaltsam ausschalten und sich der Gewerkschaft bemächtigen. Lügen, Intrigen und Verrat werden sie später jedoch entzweihen...
Der Plot basiert übrigens auf den autobiographischen Roman "The Hoods" von Harry Grey, der tagebuchähnlich in Ich-Form die Geschichte eines Gangsters erzählt.
Leone hatte vor, seinen Film in zwei Teilen mit einer Lauflänge von ca. 6 Stunden rauszubringen. Doch die Produktions und Verleihfirma spielte da nicht mit und der Regisseur musste sein Werk erheblich kürzen.
Es war einmal in Amerika räumte zwar internationale Preise en masse ab, einen Oscar hingegen gab es jedoch nicht. Hollywood und Leone, das war halt immer nur eine Zweckgemeinschaft, nie eine Freundschaft
Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden gab dem Film das Prädikat „Besonders Wertvoll“. In der Begründung des FBW-Gutachtens heißt es u. a.: „Ein Gangster-, ein Actionfilm, der seinen Gestalten fast mythische Größe zuschreibt; eine Fabel, die an Gangstern die Frage von Freundschaft und Verrat, von menschlicher Integrität abhandelt. Und dabei in einem weiten Bogen den Zeitraum von rund 50 Jahren umspannt, ihn immer wieder durch Überblenden assoziativ und faszinierend auf das augenblickliche Geschehen bezieht. Fast vier Stunden Film voller Spannung in der Handlung, voller Spannung auch durch die menschlichen Beziehungen.“