Der Hitchcock-Fan

An Brian de Palma scheiden sich die Geister. Für die einen ist er nur ein Hitchcock-Epigone und Zweitverwerter, für die anderen ein vollkommener Meister seines Faches. Der 1940 geborene de Palma behandelt in seinen Filmen oft Themen wie Voyeurismus, multiple Persönlichkeiten und die Folgen von Gewalt. In den meisten seiner Werke sind Ähnlichkeiten zum Stil Hitchcocks durchaus erkennbar und auch beabsichtigt.
Filme wie "Schwarzer Engel", "Dressed to Kill" oder "Sisters" sind vom Stil her allesamt Reminiszenzen an den Großmeister des Thrillers.
Doch es wäre unfair, Brian de Palma nur als einen Plagiator zu bezeichnen. "Carrie", "Die Verdammten des Krieges" "Fegefeuer der Eitelkeiten" und "Die Unbestechlichen" zeigen, dass der Regisseur auch eigenständige Geschichten perfekt erzählen kann.
Die Markenzeichen des Filmemachers sind zweifelsohne die Extremzeitlupe (die fast überall vorkommt in seinen Werken) und das "Split Screen", welches er als erster konsequent benutzte und virtuous inszenierte. Außerdem zelebriert de Palma häufig Gewaltexzesse, die beim Publikum oft nur schwer ankommen ("Scarface")
Wichtige Filme von Brian de Palma (Auswahl)
1974 - Das Phantom im Paradies
1976 - Schwarzer Engel
1976 - Carrie – Des Satans jüngste Tochter (nach dem Roman von Stephen King)
1980 - Dressed to Kill
1981 - Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren
1983 - Scarface (Scarface)
1984 - Der Tod kommt zweimal
1987 - The Untouchables – Die Unbestechlichen
1989 - Die Verdammten des Krieges
1993 - Carlito's Way 1996: Mission: Impossible
1998 - Spiel auf Zeit
2002 - Femme Fatale