96 Hours - DVD-Tipp

Actionfilme mit moralischer Pseudo-Botschaft und platten Stereotypen kennen eingefleischte Fans des Genres nur zu gut. Doch Gott sei Dank gibt es ja noch unsere französischen Nachbarn, die ihren Kollegen in Hollywood des öfteren mal zeigen, wie perfekte Kinounterhaltung eigentlich auszusehen hat. Luc Bessons produzierter Actioner "96 Hours", der mit der Geschwingkeit einer Concorde daherkommt, darf sich sicherlich dazuzählen.
Story: Der ehemalige CIA-Agent Mills (Liam Neeson) ist im Privatleben eher ein Verlierer. Seine Ex-Frau ist jetzt mit einem reichen Industriellen verheiratet und die eigene Tochter hat er wegen seines Jobs jahrelang vernachlässigen müssen. Doch es kommt noch schlimmer: Als der 17jährige Teenie bei einem Paris-Trip von albanischen Mädchenhändlern entführt wird, muss Mills sogar fürchten, sie nie wiederzusehen. Erfahrungsgemäß bleiben ihm nämlich nur 96 Stunden Zeit. Danach ist es unmöglich, noch eine heiße Spur zu finden. Also macht sich der Ex-Spion auf die Suche und hinterläßt in der Millionenmetropole eine Spur der Verwüstung...
Regisseur Pierre Morel verzichtet konsequent auf jegliche political correctness und läßt dafür lieber kompromislose Szenen vom Stapel, die lange nicht mehr auf der Leinwand zu sehen waren. Übertriebene CGI-Effekte sucht man in "96 Hours" Gott sei Dank vergebens. Die 90minütige Zerstörungsorgie besticht duch handgemachte Action, irres Tempo und einem hervorragenden Liam Neeson, der wie eine Wildsau durch Paris wütet und dabei Leichenberge en masse hinterläßt.
Fazit: Geiler Actioner, der trotz der altbekannten Story (Entführung & Rache) das absolute Zeug zum Kulthit hat!
DVD-Start: 01.08.09
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