Der Filmgeek
Wer seine Wohnung betritt könnte meinen, er befindet sich gerade in einem Filmmuseum. Überall hängen eingerahmte Poster von Audrey Hepburn, Steve McQueen und James Bond, auf dem Spülkasten der Toilette steht eine Oscar-Figur mit seinem eingravierten Namen und auf dem Duschvorhang sind zwei blutverschmierte Handabdrücke zu erkennen, die jedem Besucher des stillen Örtchens erstmal einen riesen Schrecken bereiten (Jessi weiß, wovon ich rede). Im Rest der Wohnung das gleiche Bild. Im Wohnzimmer stapeln sich in jeder Ecke Unmengen von DVDs, sein Bakelit-Telefon stammt aus einer Zeit, als der zweite Weltkrieg noch im vollen Gange war und...
Ach Scheiße, jetzt alles aufzuzählen wäre sinnlos und zeitraubend. In der besagten Wohnung haust natürlich Travis, der Betreiber dieses Blogs. Travis gehört einer kleinen Minderheit an, die im heutigen Sprachgebrauch als Filmgeek bezeichnet wird. Diese Menschen haben jede Bindung zur Realität verloren und flüchten sich ständig in imaginäre Traumwelten. Sie sind krasse Außenseiter der Gesellschaft, die die einfachsten Dinge nicht auf die Kette kriegen, aber so gut wie jede Filmfrage im Schlaf beantworten können. Es sind kranke Menschen, die unsere Hilfe und unser Verständnis benötigen.
Sogar der evangelische Filmdienst hat sich mit der Species "Filmgeek" auseinandergesetzt und ein ähnlich verstörendes Profil dieser Sonderlinge gezeichnet....
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