Der Regie-Rebell

Es gab sicher nur wenige Filme von Sam Peckinpah, bei denen der Regisseur mal nüchtern das Zepter schwingte, doch auf die Qualität seiner Streifen hatte sich seine Alkohol- und Drogensucht nie negativ ausgewirkt. Im Gegenteil: "Getaway" oder "The Wild Bunch" zählen heute ohne wenn und aber zu absoluten Meisterwerken des Genres. Peckinpah, der 1925 geboren wurde, war wie die meisten Figuren in seinen Filmen ein Desperado. Jemand, der sich von der Gesellschaft oft missverstanden fühlte und mit vielen Beteiligten der Filmbranche auf Kriegsfuss stand. In seinen Filmen thematisierte der Filmemacher deswegen wohl auch am liebsten gesellschaftliche Außenseiter, dessen unmoralisches Handeln eine Spirale der Gewalt auslöst und oft mit dem Tod als Erlösung endet ("Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia") Bekannt sind die meisten Filme Peckinpah's sicher für die stilisierte Inszenierung von Shoot-Outs in Zeitlupe, die spätere Regisseure wie John Woo nachhaltig inspirierten und beeinflussten. 1984 starb der Vater der "Gewaltoper" an den Folgen eines Schlaganfalls.
Seine besten Filme:
1969 - The Wild Bunch
1971 - Straw Dogs
1972 - Getaway
1973 - Pat Garett jagt Billy the Kid
1974 - Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia
1977 - Steiner - Das eiserne Kreuz
Zitat von Peckinpah: "Amerika verschließt seine Augen vor dem Hunger und vor der Gewalt, man muss diesem Amerika die Augen öffnen!"
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